Wissenswertes

Die verflixten E.

Wer mit dem Basler Zunftwesen wenig vertraut ist, stellt sich einmal die Frage, weshalb im Schriftgebrauch vor dem Zunft- oder Gesellschaftsnamen jeweils ein- oder zweimal der Buchstabe E erscheint.  E. E. Zunft zum Schlüssel, E. E. Gesellschaft zum Greifen oder aber – und jetzt wird's schwierig – E. Vorstadtgesellschaft zum Rupf oder E. Bürgerkorporation Kleinhüningen.

 

Das eine oder die beiden E haben ihren Ursprung etwa im 18. Jahrhundert, als die Zunftvorstände – das Wort Vorstand wurde damals nicht verwendet – mit <Ein Ehren Regiment Einer Ehren Zunft> tituliert wurden. <E. E.> heisst also nichts anderes als <Eine Ehren> oder <Eine Ehrenwerte>.  Um alles noch etwas zu komplizieren, gibt es allerdings Nuancen.

Rudolf Grüninger, langjähriger Bürgerratsschreiber und Kleinbasler Gesellschaftsmeister, ergänzt die Angelegenheit mit den E insofern, als ausschliesslich die Basler Zünfte und die Kleinbasler Ehrengesellschaften beide E führen dürfen. Die Vorstadtgesellschaften und die Bürgerkorporation Kleinhüningen sind (offiziell) keine <Ehrenwerten> Gesellschaften und die Gesellschaft der Feuerschützen – ein Verein gemäss Schweizerischem Zivilgesetzbuch – ist weder eine <Eine> noch eine <Ehrenwerte>.

 

Um alles noch etwas zu komplizieren wird im Schriftverkehr auf ein E verzichtet, wenn nicht von einer Zunft, sondern von der Zunft die Schreibe ist.  Also heisst es nicht die E. E. Zunft zu…, sondern bloss die E. Zunft oder die E. Gesellschaft zu…

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